Platzfragen

Bei längeren Texten, seien es Produktbeschreibungen, Handbücher oder anderes, wird allgemein eine eher aufgelockerte Darstellung empfohlen, um die Lesbarkeit zu erhöhen. Im Prinzip kann man diesen Rat auch für die Gestaltung der Benutzeroberflächen von Software anwenden.

Soweit, so gut - besonders wenn es nur um wenige Daten geht, zweifellos eine gute Idee.

Nur sind in unserem Bereich Laborinformationssysteme / LIMS oft große Datenmengen übersichtlich darzustellen, so z.B. die Messwerte mehrerer oder vieler Proben mit einer großen Zahl an gemessenen Parametern, man denke an die diversen Elemente einer ICP-Analyse oder gar die Bestimmung von Pestizidrückständen in Trinkwasser oder Lebensmitteln, hier kommen schnell einige hundert Parameter zusammen.

Die aufgelockerte Darstellung mit Abständen und freien Bereichen, wie sie von vielen Softwareprodukten - ganz besonders bei Webanwendungen - eingesetzt wird, hätte hier leider zur Folge, dass man nur einen winzigen Bereich der Daten auf einmal sehen kann und die Bildlaufleisten (Scrollbars) sich zum wichtigsten Hilfsmittel entwickeln. Bei einem großen Bildschirm am Schreibtisch mag das noch vertretbar sein, aber spätestens unterwegs mit einem leichten, kleinen Laptop und ohne Maus ist Ärger quasi vorprogrammiert.

Unser LIMS uniLIME xf trägt dem Rechnung mit möglichst kompakter Darstellung, auf gute Lesbarkeit bei kleiner Schriftgröße optimierte Schriftarten und weitgehendem Verzicht auf einen "Button-Friedhof", der ohnehin nur selten benötigt wird und wertvollen Platz wegnimmt. Statt dessen erfolgt die Benutzersteuerung durch Kontextmenüs, die nur kurzfristig die Tabelle überdecken und sofort nach Auswahl einer Option wieder verschwinden.

Es sind diese Details, an die man bei der Anschaffung einer neuen Software oft gar nicht denkt, die aber in der Praxis dann entscheiden, wie effizient und zeitsparend das LIMS den Anwender unterstützen kann.

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