You can´t have a cake ...

.. and eat it, wie man es jenseits des Ärmelkanals so schön ausdrückt. Man muss sich manchmal für die eine oder andere Richtung entscheiden, beides zusammen ist nicht möglich. Besonders in letzter Zeit geht es hierbei oft um eine Abwägung oder neudeutsch "trade-off" zwischen Sicherheit und Freiheit. Soll die Gesellschaft die individuelle Freiheit zum Beispiel betreffend Alkoholkonsum, Verkehrsvorschriften oder Recht zum Waffenbesitz einschränken zugunsten der eigenen Sicherheit und der der Mitmenschen oder nicht? Niemand kann darauf eine endgültige Antwort geben.

Etwas weniger spektakulär als bei Unfällen nach Alkoholkonsum oder Amokläufen findet sich genau diese Frage auch in der Informationstechnologie allgemein und natürlich auch in unserem Thema Laborinformationssysteme / LIMS. Wir haben es schon oft erlebt, dass eine von unseren Kunden gewünschte und sehr nützliche Funktion unseres LIMS "uniLIME" von der IT-Abteilung kurzerhand blockiert wurde - aus "Sicherheitsgründen". Das kann sogar so harmlose Themen wie den automatischen Mailversand von Berichten aus dem LIMS heraus betreffen.

Oder direkt in der Benutzeroberfläche: soll das LIMS vermutete Fehleingaben zulassen, erst nach Bestätigung einer Warnung (die in der Praxis oft ungelesen weggeklickt wird) akzeptieren oder ablehnen? Oder vielleicht sogar automatisch korrigieren wie zum Beispiel Eingaben mit Leerzeichen am Ende, die die Funktionalität im LIMS stören könnten, aber normalerweise gar nicht erkennbar sind?

Wir versuchen, solche Fragen in Abstimmung mit unseren Kunden zu klären, wobei sich je nach Installation und zuständigen Betreuern oft sehr unterschiedliche Standpunkte zeigen.

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