Blick zurück - und in die Zukunft

Fast 30 Jahre ist es jetzt schon her: unsere erste LIMS-Installation fand im Jahr 1996 statt. Und zwar zur Unterstützung der Qualitätskontrolle von kundenspezifischen Gasmischungen bei einem großen Spezialgase-Hersteller. Das Laborinformationssystem ist noch immer im Betrieb, wurde aber im Laufe der Zeit stark erweitert und übernimmt inzwischen auch die Verwaltung der Produktion und der Kundenaufträge. Dies hat sich im Übrigen als unser größter "Pluspunkt" herausgestellt, also die Anpassung unserer Laborinformationssysteme exakt an die Wünsche der Anwender - ein Service, das viele andere LIMS-Anbieter eher ungern anbieten.

Aber auch wir haben in diesen 30 Jahren viel dazu gelernt oder - besser gesagt - an Erfahrung dazugewonnen. Besonders bei der Umsetzung der Anwenderwünsche können wir auf ein großes "Archiv" für die mögliche Realisierung zurückgreifen und auch dem Kunden von möglicherweise ungünstigen Varianten abraten. Also wenn beispielsweise gewünscht wird, dass die Einheit der Messungen als Textfeld (statt als begrenzte Auswahlliste) einzugeben ist, um spezielle Wünsche ihrer Kunden leichter umzusetzen. Denn damit nimmt man sich die Möglichkeit späterer Vergleiche und Statistiken. Oder wenn die Anwender nur die bereits umgerechneten Werte ins LIMS eingeben möchten, statt die Berechnung vom Laborinformationsystem selbst vornehmen zu lassen, wo dann später alles detailliert nachvollziehbar ist, ohne die Berechnungsblätter noch suchen zu müssen.

Interessanterweise sehen wir genau solche Probleme besonders dann, wenn ein LIMS als Individuallösung von einem Softwarenentwickler programmiert wird, der mit der Thematik bzw. der Branche wenig oder keine Erfahrung hat. Hier werden einfach die Kundenwünsche ohne kritische Prüfung und Beratung umgesetzt - mit einer quasi-Garantie für spätere Probleme.

Und wie geht es in den nächsten 30 Jahren weiter? Prognosen sind immer schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen - der bekannte Spruch wird verschiedenen Personen zugeschrieben, zum Beispiel Mark Twain oder auch Karl Valentin. Aber eine kleine Einschätzung - ohne Garantie - können wir doch wagen. Mehr dazu im nächsten Beitrag...

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